Wie kinderfreundlich ist Porto?

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Wie bereits berichtet haben wir im Zuge einer Portugal- und Azoren-Reise mit unserem Baby auch ein paar Nächte in der beliebten portugiesischen Stadt Porto verbracht.

Nun möchten wir auf die Frage „Ist Porto kinderfreundlich?„, und damit für die Reise mit einem (Klein-)Kind oder Baby geeignet, eingehen.

Die Menschen

Die Bewohner von Porto haben wir als überaus kinderfreundlich erlebt. In Portugal gelten Kinder insgesamt als gerne gesehene Gäste. Unseren bisherigen Erfahrungen nach können wir das voll und ganz bekräftigen.

Schon beim Einstieg in die U-Bahn am Flughafen von Porto machten uns zwei Herren direkt Sitzplätze frei, damit wir mit unserem Gepäck und dem Buggy mit unserer 8-monatigen Tochter in der vollen Bahn komfortabel fahren konnten. Alle Bekundungen unsererseits, dass das doch nicht nötig sei, waren vergebens. Es folgten diverse Passagiere auf der Fahrt in die Stadt, die sich unserer Tochter zuwanden und mit ihr Kontakt aufnehmen wollten.

Ist Porto kinderfreundlich? – Die Menschen in Porto auf jeden Fall. Hierfür würde ich 5 von 5 Punkten vergeben.

Der Transport

Wie lässt es sich innerhalb der Stadt von A nach B kommen? Hier lauern tatsächlich ein paar Tücken. Wir sind im Stadtzentrum, das für uns insgesamt gut zu Fuß du durchlaufen war (Bus, U-Bahn und Taxi sind nur ein paar von vielen Transport-Möglichkeiten), viel mit dem Buggy unterwegs gewesen.

Die Straßen und Bürgersteige sind vielfach geflastert. Das macht den Transport mit dem Buggy nicht so einfach. Über weite Teile ist die Stadt abschüssig. Es geht also sehr häufig bergauf oder -ab. Auch das erschwert den Transport mit dem Buggy. Teils sind die Bürgersteige sehr eng, so dass man vom Bürgersteig auf die Straße wechseln muss, was durch großteils recht hohe Bordsteine nicht gerade erleichtert wird.

Noch unschöner ist allerdings, dass vielfach Treppen verbaut sind, bei denen es keine Barrierefreie Alternative gibt.

Ist Porto kinderfreundlich? – In Bezug auf den Transport gibt es einige Abstriche, zumindest mit dem Buggy. Hierfür würde ich 2 von 5 Punkten vergeben.

Die Aktivitäten

Aktivitäten gibt es wirklich ohne Ende. Während unserem kurzen Aufenthalt konnten wir nur an der Oberfläche dieser zahlreichen Möglichkeiten kratzen (unsere geplanten Aktivitäten in Porto hatten wir bereits hier vorgestellt). So sind wir etwa mit der historischen Tram Linie Nr.1 ans nahegelegene Meer gefahren. Alleine dort lassen sich mit Kindern gerne auch einmal mehrere Tage verbringen. Es waren auf der Strecke dorthin auch diverse kleinere Aktivitäten für Kinder zu finden, wie etwa ein kleiner Vergnügungspark.

Weiterhin sind wir mit einem Boot auf dem Douro gefahren. Die klassischen Touren dauern 50 Minuten. Es gibt aber auch längere Touren im Angebot. Weiterhin gibt es zahlreiche Parks und Museen für mehrstündige Beschäftigung, wie etwa SeaLife, der Wasserpavilion oder das Planetarium, die auch über interaktive und unterhaltsame Elemente verfügen (siehe dazu einmal portugalforkids.com).

Wir hätten gut und gerne noch einige weitere Tage in Porto mit abwechslungsreichen Aktivitäten verbringen können.

Für die zahlreichen Optionen, die sich Familien bieten, würde ich 4 von 5 Punkten vergeben.

Fazit: Super Stadt mit ein paar Einschränkungen

Insgesamt ist Porto eine Stadt, die sich gut für einen Tripp mit den Kindern eignet. Es lässt sich ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammenstellen. Z.B. können ein Museumsbesuch am Vormittag und ein Strandbesuch am Nachmittag ganz problemlos kombiniert werden. Die Distanzen in der Stadt sind meist sehr kurz.

Unnötig erschwert wird der Aufenthalt durch die fehlende Barrierefreiheit, die Buggy-Fahrten teils sehr anstrengend macht. Dafür machen die Bewohner von Porto diesen Minuspunkt mit ihrer Freundlichkeit wieder wett.

 

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2 Antworten

  1. […] wir Euch einen Einblick gegeben haben, wie kinderfreundlich Porto eigentlich ist, könnt Ihr bei freileben einen Erfahrungsbericht über einen Wien-Aufenthalt mit Kind […]

  2. […] Jahr haben wir einen schönen Trip über Porto auf die Azoren und über Lissabon wieder in die Heimat gemacht. Es war meine zweite Reise nach […]

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